Neues vom Arbeitszeugnis

· | Zeugnis

Überlassung Arbeitszeugnis

Der Arbeitgeber darf das Arbeitszeugnis knicken, um es dem Ar­beitneh­mer zu zuschicken, jedenfalls wenn es nach Erhalt so kopiert wer­den kann, dass auf der Kopie keine Streifen zu sehen sind (BAG 9 AZR 893/98).

Grundlage dieser Rechtsprechung ist der An­spruch des Arbeitnehmers auf ein berufsförderndes, quali­fiziertes Zeugnis bei Beendigung des Arbeits­verhältnisses. Der Arbeitgeber muss im Zeugnis Auskunft geben über Art und Dauer des Arbeitsverhältnisses, sowie Führung und Lei­stung des Ar­beitneh­mers.

 

Der Arbeit­geber darf mit der Formulierung des Inhaltes das berufli­che Fortkommen des Ar­beitnehmers nicht erschweren. Er ist aber in der Wortwahl frei und auch in der Formu­lie­rung von Werturteilen. Zu beach­ten ist außerdem, daß die Person, die das Zeugnis ausgestellt hat, auch unter­schreibt. Sonst könnte der zukünftige Ar­beitgeber hieraus den Rück­schluß ziehen, der Arbeitgeber di­stanziere sich vom ausge­stellten Zeugnis. Die Angst, der Arbeitgeber könnte irgend­welche Ge­heimcodes im Zeugnis ver­wendet haben, ist aber durchweg unbegründet, denn das ist verboten.

Ist der Ar­beitnehmer mit dem Zeugnis nicht einverstanden, kann er Korrektur for­dern. Weigert sich der Arbeitgeber, muss das Ar­beitsgericht hierüber ent­scheiden und beide Seiten haben ihre Darstellung zu beweisen.

 

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